Der Ingenieur

Nein, nicht jeder, der ein Maschinenbaustudium abschließt, ist danach Ingenieur. Die Absolventen dürfen sich vielleicht so schimpfen, aber aus meiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich viel zu oft mitbekommen, dass es vielen Absolventen an absoluten Grundfähigkeiten einer Ingenieurin fehlt:

  1. Logisches, strategisches, überlegtes Vorgehen
  2. Abstraktion von bekannten und unbekannten Prozessen und Problemen mit einer Reduktion auf das Wesentliche
  3. Lösung der abstrahierten Probleme auf einfachste Art und Weise

Ein Ingenieur ist faul. So faul, dass er sich nicht mit der Lösung zufriedengibt, irgendwelche Daten händisch von A nach B zu kopieren oder bei wiederkehrenden Aufgaben Rechnungen erneut anzustellen. Stattdessen wird ein Programm geschrieben, dass die Arbeit für einen erledigt, und zwar jetzt und in Zukunft, immer.

Gleichzeitig müssen Ingenieurinnen mit dem klarkommen, was verfügbar ist. Schön, wenn die Theorie sagt, wie sich Strömungen verhalten, aber wenn die Mathematik uns keine Lösung der Navier-Stokes-Gleichungen gibt, müssen Ingenieure in einer CFD diskretisieren, Wandbehandlungsmethoden entwickeln, vernachlässigen und abschätzen.

Gebäudetechnik

Als freiberuflicher Gebäudetechnikingenieur habe ich Heizungsanlagen geplant, Wärmepumpen ausgelegt, virtuell Kilometer an Rohre verlegt, Bestandsgebäude energetisch untersucht und für die Sanierung vorbereitet und was eben alles dazugehört. Sein Brot verdienen kann man damit, aber nach der fünften Heizlastberechnung mit Revit und Linear-Plugin wird es... wenig fordernd. Die DIN EN 12831 ist ja schön und gut, aber letztlich fast dem letzten Jahrtausend entsprungen, und das merkt man. (Nicht umsonst meinte ein RWTH-Prof vor kurzem "die Berechnung ist viel zu komplex, die bekommen wir nie in eine Norm" mit Bezug auf eine Gleichung mit mehr als drei Summanden-Termen.) Feststeht: Hätte ich die DIN 12831 gemacht, würde es nicht standardmäßig 10 % Diskrepanz zwischen der Summe der Raumheizlasten und der Heizlast des Gebäudes geben. Und ich hätte sicher kein Blatt als Vorlage für die Berechnung der Raumheizlast angehängt, maximal einen QR-Code mit einer DOI zum fertigen Skript oder Repository.

Glücklicherweise bin ich ein fähiger Ingenieur und kann mich den drei genannten Punkten bedienen, egal ob bei Gebäuden, Wärmeübertragungsvorgängen oder Mechanik. Oder neuen Problemen.

Fähigkeiten

Alles ist relativ, aber soweit ich das mit meinem Umfeld vergleichen kann bin ich

Experte in

  • angewandter Logik
  • Python
  • LaTeX
  • Problemabstraktion und Lösungsvorschlägen
  • das Leben auf FOSS-only umzubauen

extrem gut bei

  • LAMP-Servern
  • Wärmeübertragung und Bilanzierung
  • neuronalen Netzen (umgangssprachlich "KI")
  • wirklich vieler Software (das wird echt zu lang hier...)
  • Linux und Windows
  • CFD-Simulationen mit OpenFOAM
  • Hardware und PC-Konfiguration
  • Wissen über Additive Fertigung bzw. DfAM

nur mit großem Gejammer eine Hilfe bei

  • Druckern und allem, was dazugehört. Leute! Kommt endlich ins 21. Jahrhundert
  • Unterstützung von etwas, bei dem sich mir die Logik nicht erschließt (gilt letztlich auch für die Drucker)

absolut gegen

  • "Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht"
  • fehlende Logik
  • Rauchen
  • Lügen
  • Dummheit
  • Ungerechtigkeit

Folgendes würde ich gerne ausprobieren, weil ich zu 99 % erfolgreich wäre:

  • Unternehmensberatung bezüglich Effizienz und Arbeitsabläufen
  • Mittelstand digitalisieren:
    • Server/Mainframe aufsetzen mit Nextcloud-Kollaboration, ERP-System, n8n o.Ä.
    • Automatisierungen entwickeln
    • Formulare erstellen, die wiederkehrende Arbeit von 10 Minuten auf 10 Sekunden verkürzt
    • Sicherheit durch Kryptografie erhöhen
    • Abhängigkeiten von Big Tech reduzieren/auflösen (okay, hier liegt die Erfolgsquote bei 100 %)
    • und vieles mehr...

Kontakt

Jeder mit einem interessanten Problem, das es zu lösen gilt, kann mich kontaktieren unter info@ing-kimmich.de